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Epilog

Sie haben an dieser Stelle Gelegenheit, noch einen Augenblick zu verweilen und an eine(n) liebe(n) Verstorbene(n) zu denken. Sie können hierzu eine Musik auswählen oder die Zeichnungen aus Franz Bayers Zyklus "Apokalyptische Felder" betrachten.

Requiem - W. A. Mozart 5:08 min
Adagio g-moll - Tomaso Albioni 6:52 min
Ases Tod - Peer Gynt 5:49 min
Marche funèbre 5:08 min
What a wonderful World 3:04 min



Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
Schlussstück
Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.


Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
O Herr, gib jedem seinen eignen Tod.
Das Sterben, das aus jedem Leben geht,
darin er Liebe hatte, Sinn und Not.


Paul Fleming (1609 - 1640)
Auf den Tod eines Kindes
Schlafe wohl, geliebtes Kind.
So viel tapfre Helden sterben.
Ganze Völker gar verderben.
Und die Zeit verstiebt wie Wind.
Wie soll denn ein Mensch bestehn?
Muss dies Ganze doch vergehn.
Schlafe wohl!
Wir Armen, wir bleiben, was wir immer waren
Jung von Weisheit, alt von Jahren,
Unverständig für und für,
Stumm an Mund, an Augen blind,
Kinder, wie wir kommen sind.


William Shakespare / Friedrich Schiller
Aus Macbeth
Morgen, Morgen und wieder Morgen
Kriecht in seinem kurzen Schritt
Von einem Tag zum andern,
Bis zum letzten Buchstaben der uns zugemess'n Zeit
Und alle unsere Gestern haben Narren
Zum modervollen Grabe hingeleuchtet.
Aus, aus, du kleine Kerze ! Was ist Leben ?
Ein Schatten, der vorüber streicht, ein armer Gaukler,
Der seine Stunde lang sich auf der Bühne zerquält und tobt.
Dann hört man ihn nicht mehr.
Ein Märchen ist es, das ein Tor erzählt,
Voll Wortschwall und bedeutet nichts.


Detlef von Liliencron (1844 - 1909)
Auf dem Kirchhof
Der Tag ging regenschwer und sturmbewegt.
Ich war an manch vergess'nem Grab gewesen.
Verwittert Stein und Kreuz, die Kränze alt,
Die Namen überwachsen, kaum zu lesen.
Der Tag ging sturmbewegt und regenschwer,
Auf allen Gräbern fror das Wort: Gewesen.
Wie sturmestot die Särge schlummerten,
Auf allen Gräbern taute still: Genesen!


Theodor Fontane (1819 - 1898)
Ausgang
Immer enger, leise, leise
Ziehen sich die Lebenskreise.
Schwindet hin, was prahlt und prunkt,
Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben.
Und ist nichts in Sicht geblieben,
Als der letzte dunkle Punkt.


Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848)
Letzte Worte
Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach.
Denn wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ewger Tag.
Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euren Schmerz will ich erflehn.
Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß ich euch!


Antoine de Saint Exupery
Aus « Der kleine Prinz »
Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
Dann wird es dir sein, als lachten die Sterne.
Weil ich auf einem von ihnen wohne,
Weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.
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